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Dokumentarfilm STADT Making-of Teil 1, Film und Monster

6d ago
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Domenica Berger hat ein Making-of über die Entstehung von dem Dokumentarfilm STADT, von Timo Großpietsch, gedreht. Das Making-of hat fünf Teile. Eine Bahn fährt ein, der Mann auf dem Kran sieht müde aus, ein kleines Mädchen zeichnet Figuren in den Sand. Stimmengewirr im Call-Center, Polizisten rennen zum Einsatz, ein Lichtstrahl durchbricht die Dunkelheit im Abwasser-Kanal, ein Feuerwerk, tanzende Menschen in der Nacht. Pulsierendes Leben, monotone Arbeit, Einsamkeit und stille Schönheit. 1.746.342 Menschen auf 755,26 Quadratkilometern. Ein gigantischer Mechanismus, der sich wie ein Perpetuum Mobile bewegt, immer im Fluss – jeden morgen aufs Neue. Timo Großpietsch zeigt mit seinem experimentellen Dokumentarfilm STADT das Leben in Hamburg fragmentarisch, ohne Worte. Er trifft Menschen und verliert sie wieder, beobachtet sie im Strom der Zeit, lässt sich mitziehen von den Menschen im Hamsterrad des Alltags. Die Kamera beobachtet liebevoll, distanziert und schonungslos. Dieser Blick des Dokumentarfilmers ist nicht romantisch verklärt und zeigt kein glitzerndes Stadtporträt. Timo Großpietsch sieht die Stadt auch in ihrer Erbarmungslosigkeit und nüchternen Funktionalität. Menschen bleiben Figuren auf einer großen Bühne. Der Soundtrack zu diesem Werk eine Neukomposition von Vladyslav Sendecki, eingespielt von der NDR Bigband, eine der weltbesten Jazz-Formationen. STADT ist neben seiner stilistischen Einzigartigkeit auch eine Verbeugung vor einer großen filmischen Tradition: Walther Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ von 1927 und Thomas Schadts „Berlin: Sinfonie einer Großstadt“ von 2002 – Filmische und musikalische Kaleidoskope der Großstadt als Parabel auf das moderne Leben schlechthin. Paradigmatische Schilderungen all dessen, was die Stadt im Innersten zusammen hält. STADT – flüchtig, anonym, austauschbar und doch identitätsstiftendes Zentrum.