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Durch die Nacht mit Terry Gilliam und John Landis Clip 1

2y ago
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"Durch die Nacht mit Terry Gilliam und John" in London ARTE, 7. Juli 2012, um 23:30 Uhr, danach sieben Tage lang im Internet auf Arte+7 als Stream Nimmt man ihre Kreativität und ihren Erfolg zusammen, sind die beiden Regisseure Terry Gilliam und John Landis kaum zu toppen. Letzterer hat sich mit dem Video für Michael Jacksons "Thriller" ein Denkmal gesetzt, Gilliam mit bildgewaltigen Meisterwerken wie "Brazil" und "12 Monkeys" und nicht zuletzt durch die Komikertruppe Monty Python. "Durch die Nacht mit ..." führt die beiden zu einem Rundgang durch London zusammen und besucht mit ihnen legendäre Orte ihrer Filmgeschichte. Gilliam war der kreativste Kopf der unvergleichlichen Komikertruppe Monty Python, bevor er als Regisseur Meisterwerke wie "Brazil" und "12 Monkeys" schuf - aber auch ebenso große Flops. Mit seinem Projekt "The Man Who Killed Don Quixote" scheiterte er spektakulär. Dokumentiert wurde der katastrophale Dreh und dessen Abbruch in dem inzwischen legendären Film "Lost in La Mancha". John Landis Filme wie "The Blues Brothers" und "American Werewolf" haben weit über eine Milliarde Dollar eingespielt - und Landis kennt Hollywood wie kaum ein anderer. Schon als Jugendlicher arbeitet er als Mailboy bei 20th Century Fox in Los Angeles, dann als Stuntman, Dialog-Coach, Schauspieler, Regie- und Produktionsassistent, unter anderem bei "Spiel mir das Lied vom Tod". Und als ein gewisser Michael Jackson ihn um ein Video für einen Song namens "Thriller" anfragte, schrieb Landis Geschichte - der 15-minütige Clip gilt noch heute als das beste Musikvideo aller Zeiten. Doch vor der Kamera packt sogar ihn das Lampenfieber. "Schauspielerst Du gerade?" fragt Gilliam am Anfang dieser "Durch Die Nacht mit ..."-Folge in London seinen Kollegen, der bejaht. Süffisant bemerkt Gilliam: "Ich bin immer ich selbst." Damit ist der Ton des Abends gesetzt. Hier wird nicht geplänkelt, sondern geprotzt. Im Wettbewerb um die beste Pointe will keiner zurückliegen. Schon auf dem legendären Highgate Friedhof fallen sie beim Friedhofswächter unangenehm auf, in der U-Bahn werden sie abgewiesen und vor der Tate Gallery mokieren sie sich über die Kunstwelt. Der Abend bringt Erstaunliches zu Tage: Terry Gilliam steht mal wieder kurz davor, Don Quijote zu drehen, Landis wäre beinahe in Disneyworld zusammen mit Michael Jackson und Mickey Mouse gestorben und beide verehren Quentin Tarantino. Gemeinsam ziehen diese großartigen Geschichtenerzähler durch Englands Hauptstadt und besuchen verschiedene Orte ihrer persönlichen Filmgeschichte. Sie streunen durch das vormals notorische East London, gehen ins Theater - dort hat Gilliam im letzten Jahr mit großem Erfolg eine Oper inszeniert - und besuchen den englischen Star-Komiker Bill Bailey, der ihrem Erzähltempo gewachsen ist. Erst ein Spaziergang über die nächtliche Themse bringt ein wenig Beschaulichkeit in den Abend. In der Tate Gallery lassen sie ihrem Spieltrieb in einer Ausstellung der japanischen Yayoi Kusama freien Lauf, bevor sie in den dunklen Gassen des alten London verschwinden, dorthin, wo sich auch der "American Werewolf" herumgetrieben hat.